Hey zusammen & schön, dass ihr da seid! 🧡
Willkommen zur 16 Folge Briefe aus der Ferne – meinem Reisetagebuch auf unserer Weltreise.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit nach Australien – unserem letzten großen Reisekapitel. Zwischen Familiengeschichten, unerwarteten Begegnungen und einer besonderen Überraschung entdecken wir einen kleinen Teil dieses riesigen Landes. Und ausgerechnet der letzte Ort unserer Reise wurde zu dem Ort, in den wir uns am meisten verliebten.
Es ist nun schon eine Weile her seit meinem letzten Reisebericht. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich spätabends in meinem Atelier zu Hause – tausende Kilometer entfernt von dem Ort, von dem ich euch heute erzählen möchte.
Das letzte Mal habe ich euch von unserem turbulenten Abflugtag erzählt. Bevor wir Australien erreichten, wartete jedoch noch ein letzter, chaotischer Tag auf Bali auf uns.
Der Morgen begann eigentlich perfekt. Wir frühstückten am Strand in der warmen Sonne und genossen die letzten Stunden im tropischen Klima. Kaum vorstellbar, dass uns nur wenige Stunden später der australische Winter erwarten würde,.
Aufbruch
Um für unseren Nachtflug möglichst müde zu sein, beschlossen wir, noch einen Ausflug auf den höchsten Berg Ameds zu unternehmen. Wie so oft auf Reisen verlief dieser Plan jedoch nicht ganz wie geplant.
Zunächst fuhren wir in die falsche Richtung und entfernten uns immer weiter von unserem eigentlichen Ziel. Als wir den Fehler bemerkten und schließlich den richtigen Weg fanden, blieb kaum noch Zeit für den Aufstieg. Trotzdem machten wir uns auf den Weg nach oben.
Als wir die Spitze erreichten, sahen wir allerdings keine spektakuläre Aussicht, sondern blickten direkt in eine Wand aus Nebel. Die Wolken hatten den Berg vollständig verschluckt. Also machten wir uns wieder auf den Rückweg.


Erst unterwegs bemerkten wir, dass unser Tank fast leer war. Mitten im Dschungel, fernab größerer Orte, suchten wir nach einer Möglichkeit, Benzin zu finden. Schließlich entdeckten wir ein kleines Dorf, in dem uns die Menschen mit einer Flasche Treibstoff aushelfen konnten.
Wir dachten, damit wären die Herausforderungen des Tages geschafft.
Doch auf dem Weg zum Flughafen begann plötzlich unser Taxi zu rauchen und blieb stehen. Für eine Weile sah es so aus, als würden wir unseren Flug tatsächlich verpassen.
Zum Glück erreichten wir den Flughafen noch rechtzeitig.
Ankunft in Melbourne
Unser Plan, uns tagsüber auszupowern, um im Flugzeug gut schlafen zu können, ging allerdings nicht auf. Die ganze Nacht konnten wir nicht schlafen.
Am nächsten Morgen kamen wir völlig erschöpft in Australien an. Unsere Erschöpfung war so groß, dass wir mehrmals in die falschen Züge einstiegen und immer wieder in die falsche Richtung fuhren.
Als wir es endlich in den richtigen Zug geschafft hatten, lag noch ein einstündiger Fußmarsch bis zu unserer Unterkunft vor uns. Dort angekommen wurden wir bereits von unserem neuen Gastgeber erwartet.
Wie sich herausstellte, war er ein unglaublich gesprächiger Mensch. Als Mathematiker und Forscher arbeitete er an einem neuen Buch über die Evolution des Menschen. Seine gesamte Wohnung war mit Landkarten bedeckt und voller Notizen.
Mit großer Begeisterung erzählte er uns von seinen Ideen – und das ohne eine einzige Pause. Nach etwa einer halben Stunde mussten wir ihn unterbrechen und gingen. Den Rest des Tages verbrachten wir im Bett.
Familienbesuch
Am nächsten Tag wartete etwas ganz Besonderes auf uns.
Wir trafen Erwins Onkel in Melbourne – einen Menschen, den Erwin bis dahin noch nie persönlich kennengelernt hatte. Vor vielen Jahren war er während des Kriegs in Bosnien nach Australien geflüchtet und hatte sich dort ein neues Leben aufgebaut.
Was folgte, waren Tage voller Geschichten, gemeinsamer Mahlzeiten und vieler schöner Momente.
Es war spannend zu erleben, wie sich durch Begegnungen plötzlich neue Verbindungen auftun. Durch seine Familie durfte Erwin seinen eigenen Wurzeln ein Stück näherkommen. Geschichten wurden lebendig, Erinnerungen geteilt und Zusammenhänge sichtbar, die man sonst nur vom Hörensagen kennt.
Besonders schön war die Zeit mit seinem Cousin und dessen wundervoller Familie. Die beiden verstanden sich auf Anhieb so gut, dass Erwin heute sagt, er habe in Australien seinen Lieblingscousin gefunden.
Amirs jüngste Tochter, die liebenswerte Sarah, verbrachte einen Nachmittag mit uns, an dem wir gemeinsam malten. Es war ein wirklich schöner Nachmittag, denn Sarahs natürliche Unbefangenheit und Freiheit beim Malen, ohne vorgefertigte Vorstellungen, sondern aus dem Gefühl heraus und mit lustigen Ideen, waren inspirierend.
Wir malten fantasievolle Motive wie Häuserdrachen mit Briefkasten am Fuß, Schulengel, Badewannenraketen und Schlösser auf Rädern. Es war ein fantastischer Maltag.
Für mich war es berührend zu beobachten, wie viel Freude und Verbundenheit in diesen Begegnungen lagen. Es fühlte sich an, als würden sich kleine Puzzleteile einer Familiengeschichte nach und nach zusammenfügen.




Vier Jahreszeiten an einem Tag
Natürlich erkundeten wir auch Melbourne selbst. Wir spazierten durch die Stadt und verbrachten viel Zeit am Meer und genossen die besondere Atmosphäre dort sehr.
Das Wetter machte seinem Ruf dabei alle Ehre. Die Einwohner sagen selbst, dass man in Melbourne oft alle vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erlebt.
Wie recht sie damit haben, merkten wir bei einem Strandspaziergang. Ein Kamerateam sprach uns an und fragte, ob wir für einen kurzen Wetterbeitrag interviewt werden möchten. Als wir zu sprechen begannen, schien noch die Sonne. Keine Minute später standen wir mitten im strömenden Regen und wurden komplett durchnässt.
Ein Wiedersehen, das etwas ins Rollen brachte
Eine weitere Überraschung wartete auf mich ganz unerwartet.
Durch Zufall fand ich in dieser Zeit wieder Kontakt zu einer alten Freundin aus meiner Schulzeit. Als wir miteinander schrieben, stellten wir fest, dass sie tatsächlich in Melbourne lebt. Also trafen wir uns.
Was zunächst wie ein einfaches Wiedersehen begann, entwickelte sich zu einem Gespräch, das mich noch lange begleiten sollte.
Mich hat besonders inspiriert, wie sie ihr Leben gestaltet, welche Entscheidungen sie getroffen hat und mit welcher Haltung sie ihren eigenen Weg geht. Manche Begegnungen bleiben einfach nicht an der Oberfläche. Sie bringen etwas in Bewegung.
Heute kann ich sagen, dass durch dieses Treffen ein großer Stein ins Rollen gekommen ist. Damals konnte ich noch nicht ahnen, welche Auswirkungen dieses Gespräch auf mich haben würde. Doch rückblickend war es einer dieser Momente, die leise beginnen und später viel verändern. Ich erzähle euch dann irgendwann mehr darüber.
Und dann ging es für uns auch schon weiter nach Cairns.
Eine kleine Überraschung
Ich habe euch im letzten Reisebericht bereits verraten, dass ich eine kleine Überraschung für euch habe.
Anstatt euch diesmal nur von unseren Abenteuern zu erzählen, möchte ich euch direkt mitnehmen auf eine kleine Vlog-Reise.
Für mich ist das gleichzeitig eine Übung, denn wenn ich wieder zu Hause bin und mein Atelier einrichte, möchte ich beginnen, YouTube-Videos zu drehen.
Also schnappt euch ein Getränk, macht es euch gemütlich und reist mit uns für die nächsten 10 Minuten durch Australien.
Viel Freude beim Anschauen!
Mit diesem Video endet ein ganz besonderes Kapitel unserer Reise.
Was als Abenteuer rund um die Welt begann, hat uns nicht nur an wunderschöne Orte geführt, sondern uns auch Begegnungen, Erfahrungen und Erinnerungen geschenkt, die wir noch lange mit uns tragen werden.
Doch auch wenn diese Reise hier ihren Abschluss findet, fühlt es sich nicht wie ein Ende an. Vielmehr wie der Beginn eines neuen Kapitels.
Denn die nächsten Geschichten warten bereits zu Hause – im Atelier, in neuen Projekten und in all den Ideen, die unterwegs ihren Anfang genommen haben.
Ich freue mich darauf, euch auch auf diesem Weg mitzunehmen.
Empfehlungen & Gedanken
Das absolute Highlight unserer Reise war Perth.
Von allen Orten, die wir in den vergangenen zehn Monaten besucht haben, hat uns dieser Ort ganz besonders berührt. Wir haben uns nicht nur in die Landschaft und die Atmosphäre verliebt, sondern vor allem auch in die Menschen.
Perth hat eine besondere Ruhe, die schwer in Worte zu fassen ist. Das Leben scheint dort etwas langsamer zu fließen, die Menschen begegnen einem mit Offenheit und Herzlichkeit, und die Natur ist einfach atemberaubend.
Würde man uns heute fragen, wo wir am liebsten bleiben würden, wäre die Antwort ohne Zweifel Perth. Von all den Orten, die wir im vergangenen Jahr bereist haben, hat uns Perth am meisten beeindruckt.
Es war einer dieser Orte, die man verlässt, aber ein kleines Stück seines Herzens dort zurücklässt. 🧡
Danke, dass du hier bist.
Wenn du etwas für dich mitnehmen konntest, ist das ein Geschenk für mich. Ich freue mich auf alles, was kommt – auf unsere Gedanken, Begegnungen, Abenteuer. Ich sende dir eine Umarmung und ganz viel Liebe.
Von Herzen, Deine Fiona 🧡🌿
Lass uns in Verbindung bleiben ✨📡🪻
lass gerne einen Kommentar da oder schreib mir, wenn du Gedanken zu diesem Brief hast. Und wenn du lieber still mitlesen möchtest, ist das auch gut, denn ich spüre dich im Herzen. 🧡🌿
Teile diesen Beitrag gern mit Menschen, die dir am Herzen liegen, wenn er dich berührt hat. 💌






