Zwischen Regen, Gedanken und kleinen Wundern Japan erleben – Briefe aus der Ferne Folge/13
Von stillen Tagen in Nara bis zu neuen Perspektiven in Osaka 🌿✨
Hey zusammen & schön, dass ihr da seid! 🧡
Willkommen zur 13 Folge Briefe aus der Ferne – meinem Reisetagebuch auf unserer Weltreise.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit durch eine Zeit in Japan, die anders war als erwartet. Eine Woche im Regen, in der plötzlich Gedanken lauter wurden, Begegnungen tiefer gingen und kleine Momente eine ganz neue Bedeutung bekamen. Zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Zweifel und Vertrauen, hat sich vieles in mir gezeigt, das ich vorher so nicht sehen konnte. Es geht um Orte, Menschen und vor allem um das, was dazwischen passiert.
Ich sitze gerade im sonnigen Bali und schreibe diesen Blogpost über unseren letzten Monat in Japan zu Ende.
Es ist spannend, noch einmal auf diese Zeit zurückzublicken, denn sie wurde ganz anders, als wir es erwartet hatten – und sie hat einen großen Stein bei mir ins Rollen gebracht, der auch noch bis hier nach Bali weiterrollt. Und dafür bin ich so dankbar. Doch mit Dankbarkeit hat das Ganze nicht begonnen.
Und so möchte ich euch jetzt mitnehmen in die regnerische Zeit Nara.


Nach meinem Geburtstag sind wir für eine Woche dorthin gezogen. Doch schon als wir ankamen, begann es richtig zu regnen – die ganze Woche über. Wir waren in einem kleinen Zimmer und unsere Stimmung war etwas gedämpft.
Wir hatten nicht wirklich viele Optionen, was wir tun konnten, da das Wetter einfach nicht mitspielte, und ehrlich gesagt hatten wir auch nicht wirklich Lust darauf.
⏳ Heimweh & Stillstand
Wir vermissten zum ersten Mal so richtig unser Zuhause. Wir sehnten uns nach den kleinen Dingen von zu Hause. Nach einem geordneten Leben, unserer Familie & Freunden. Und vor allem auch danach, wieder etwas zu tun.
Ich sehnte mich nach meinen Malsachen, meinen Materialien und einem festen Ort, an dem ich kreativ arbeiten kann. Erwin sehnte sich sehr nach seinen Werkzeugen und nach der Arbeit.
Und ich würde gerne sagen, dass wir das Beste aus der Situation gemacht haben – aber das war nicht so. Das, was in der Welt rundherum geschieht, zog uns runter und wir hatten das Gefühl, nichts tun zu können.
🌀 Abgesunken im Gedankenstrudel
Kennt ihr das, wenn eure Gedanken alles noch ein bisschen schlimmer machen, als es eigentlich sein müsste? Genau das habe ich gemacht.
Ich habe mich auf die Gedanken voller Ängste und Sorgen eingelassen und mich dadurch von dieser Spirale richtig runterziehen lassen.
Ich hatte Angst vor Dingen, die vielleicht irgendwann einmal eintreten könnten, und spann diese sorgenvollen Gedanken immer weiter, um in meinem Kopf eine Lösung dafür zu finden. Doch irgendwann habe ich auch gemerkt, dass das eigentlich sehr wenig Sinn macht.
Beziehungsweise hat Erwin mich daran erinnert, was gerade wirklich alles vor uns steht: Dass wir gesund sind, dass es uns gut geht, dass wir hier auf Reisen sind und was zu Hause dann wirklich alles auf mich wartet.
Und so bin ich langsam wieder aus dieser Gedankenwelt herausgekommen, auch weil ich viel spazieren gegangen bin. Aber so richtig verstanden habe ich nicht, was in dieser Zeit wirklich alles passiert ist.
Es war, als würde eine graue Wolke über mir schweben. ☁️
☀️ Kleine Lichtblicke
Doch ein Lichtblick, den ich in dieser Zeit immer wieder hatte, war, frühstücken zu gehen. Ich weiß nicht warum, aber frühstücken ist für mich einfach etwas ganz Besonderes. Ich glaube auch, weil wir es früher oft mit der Familie gemacht haben und das eine wunderschöne Erinnerung für mich ist. 🍳🥞☕️
Aber es ist auch so, dass ich beim Frühstücken immer wieder so viele liebe Menschen kennenlerne. Und das war auch diesmal der Fall.
Neben uns war ein kleines Restaurant, Cojica. Es ist ein Familienbetrieb, und die Kellnerin und ihre Tochter waren immer so unglaublich lieb. Wir haben uns so gut verstanden – auch wenn nicht sprachlich.
Jedes Mal haben sie uns kleine Geschenke gegeben, wenn wir dort waren, und das war jedes Mal ein kleiner Sonnenstrahl für mich in dieser bewölkten Zeit.


🌿 Eine kleine Erinnerung
Einmal bin ich spazieren gegangen und habe gerade eine Nachricht von meiner lieben Gota erhalten.
Sie hat mir geschrieben, dass ich die Reise genießen soll und dass sie gespannt ist, was sich bei mir noch alles zeigen wird. Dass sie mit ihren 20 Jahren nie gedacht hätte, wo sie mit 30 steht – und mit 30 nie, wo sie heute stehen würde.
Dass das Leben so viel für einen bereithält. Dass ich mir keine Grenzen setzen soll. Denn so viel kann geschehen. Und in dem Moment fühlte sich das wie eine kleine Erinnerung an. Eine Erinnerung, zu vertrauen.
„Es liegen viel, viel bessere Dinge vor uns als alles, was wir hinter uns lassen.“ – C. S. Lewis, Die Chroniken von Narnia
🚲 Fahrradtour am Biwa Lake
Nach einer Woche ging es dann für uns auch schon weiter. Wir haben uns überlegt, dass wir gerne eine Fahrradtour machen würden – in Ōtsu, da es uns am meisten an das Mopedfahren in Thailand erinnerte und das Wetter dort besser sein sollte.
Also gingen wir zum Biwa-See und dort fanden wir ein Zimmer für drei Tage, wo gerade im Angebot war.
Und als wir dort ankamen, fühlten wir uns auch schon richtig wohl. Obwohl es nicht so warm war, wie erwartet.


Und wie wir in den nächsten Tagen feststellen sollten, auch noch viel nasser – denn es regnete die ganze Zeit in Strömen.
Doch an diesem Ort fühlte ich mich richtig wohl. Neben uns war gleich der See und ich verbrachte dort sehr viel Zeit.

Ich lief entlang und entdeckte, dass überall zwischen den Steinen Porzellanscherben lagen, die vom Wasser abgeschliffen wurden – in unterschiedlichen Größen, Farben und mit unterschiedlichsten Mustern.
Ich fing an, sie zu sammeln und kleine Mosaikstücke zu legen.
Ich fragte mich, was diese ganzen Porzellanstücke wohl schon erlebt haben, an welchen Tischen sie gestanden sind und welche Reise sie gemacht haben, um hierherzukommen – und was wohl noch alles mit ihnen geschehen wird.


🍶 Kintsugi
Es erinnerte mich auch etwas an die japanische Kunstform Kintsugi. Es ist auch eine Lebensphilosophie der Japaner.
Wenn ein Porzellanstück zerbricht, wird es nicht einfach weggeworfen. Man fügt die Scherben wieder zusammen – mit einem Lack, der mit Gold vermischt ist.
Die Risse erzählen die Geschichte dessen, was war, und so entsteht aus den Scherben etwas Neues. Dort, wo einst der Bruch war, tritt nun das Gold hervor – und mit ihm das Licht, das aus den Rissen herausstrahlt und dem Ganzen eine besondere Schönheit verleiht.
Und so ist der Bruch nicht das Ende, sondern ein Neubeginn: Aus etwas Altem entsteht etwas Neues, und genau dort, wo es zerbrochen ist, wird das Licht sichtbar.
金継ぎは傷を隠さない、美しくする — Kintsugi verbirgt die Brüche nicht, es macht sie schön.
🌿 Unterwegssein
Wir bekamen dann zwei Fahrräder, die für uns zwar viel zu klein waren, aber wir konnten damit immerhin ins Dorf fahren.
Im Dorf fanden wir dann ein kleines japanisches Lokal und mir gefiel es dort sehr.


Die Kellnerin dort erzählte uns dann auch etwas von ihrer Tochter und von einer Schule - zumindest ist es das, was sie verstanden haben, denn ihr Englisch war nicht so gut und wir mussten im Gespräch etwas mitinterpretieren.
Danach fuhren wir wieder nach Hause und ich verbrachte eigentlich den ganzen Tag draußen am See.


Dabei entdeckte ich auch verlassene Häuser rundherum. Und das Spannende daran war, dass sie teilweise noch komplett eingerichtet waren.
Man sah, dass sie über Jahrzehnte hinweg unbewohnt waren. Blumen und Pflanzen hatten die Häuser überwuchert. Doch innen drin war alles noch da – Küchen mit Kesseln und Töpfen, Betten oder auch die Statuen in der Eingangshallen.
Und ich fragte mich, was wohl passiert ist, dass das alles einfach so verlassen wurde.


Am Abend aßen wir Ramen in einem Ramenlokal – und etwas, das uns immer wieder verwunderte: Die Portionen dort sind so riesig. Erwin fragte sich, ob die anderen, die diese Portionen bestellen, sie überhaupt fertig essen können.
Darüber sprachen wir auf dem Weg zurück nach Hause, als wir auf dem Fahrrad total vollgeregnet wurden, bis wir zu Hause klatschnass ankamen.
✨ Die Sky School
Am nächsten Morgen gingen wir wieder ins Café.
Diesmal arbeitete Sanae, die Kellnerin, zwar nicht dort, aber sie sah uns gerade durch das Fenster und kam zu uns herein. Sie fragte uns, ob wir mit ihr mitkommen wollen, und wir sagten ja.
Dadurch, dass wir sie nicht so gut verstanden, dachte Erwin zuerst, wir hätten uns jetzt für einen Kurs angemeldet. Aber wir dachten, wir kommen einfach mal mit und schauen, was passiert.
Sie fuhr mit uns also irgendwohin. Und als wir ankamen, verstanden wir wo wir waren. Sie wollte uns die Schule zeigen, von der sie erzählt hatte: die Sky School.
Als wir hereinkamen, wurden wir von allen herzlich empfangen. Alle freuten sich so sehr, dass wir da waren. Sanae hatte wohl schon von uns erzählt.
Und dann lernten wir auch die Englischlehrerin kennen. Sie erzählte uns, dass es ein Lernzentrum ist, das sie gemeinsam aufgebaut haben – mit dem Wunsch, dass daraus irgendwann eine Schule entsteht, in der Kinder spielerisch lernen und sich kreativ entfalten können.


Aktuell unterrichten sie dort Japanisch, Koreanisch und Englisch. Außerdem bieten sie eine Nachmittagsbetreuung an, helfen bei Hausaufgaben und arbeiten mit den Schülern an kreativen Projekten. Dabei gehen sie individuell auf jedes Kind ein und fördern seine Stärken.
Wir kamen dann auch ins Gespräch, da meine Eltern damals die Schule: Sonnengarten mitgegründet haben und ich bis zu meiner Hauptschulzeit dort gewesen bin.
Es war ein unvergessliches Abenteuer. Und so hatte ich ihnen auch einiges zu berichten.
Wir saßen dann im Endeffekt alle zusammen und erzählten. Und sie luden uns dann auch zum Mittagessen in dem kleinen Café ein. Alle nahmen sich die Zeit, um mit zum Essen zu kommen. Und wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen.


🏸 Die Jugendherberge am See
Am nächsten Tag ging es für uns auch schon wieder weiter.
Etwas weiter den See entlang haben wir eine Jugendherberge gefunden, wo wir eine Woche in einem Schlafsaal bleiben würden.
Wir waren beide etwas skeptisch, aber da wir uns nichts anderes leisten konnten, war das jetzt unsere einzige Option. Und gleichzeitig waren wir auch gespannt darauf.
Der neue Platz war wirklich abseits von allem. In der Nähe gab es ein Restaurant, das direkt am See war, aber sonst war alles ziemlich weit weg.
Wir kamen dann hinein und fühlten uns sofort wohl dort. Dann kamen wir in den Schlafsaal. Und es war ganz anders, als ich es erwartet hatte.
Es waren nicht einfach Betten aneinandergereiht, wie ich es mir vorgestellt hatte, sondern jeder hatte seine eigene kleine Kabine mit einer Matratze darin. Quasi wie geschlossene Stockbetthöhlen. Und ich fühlte mich dort richtig wohl.
Ich bin in dieser Zeit auch voll in die Bücherreihe von Narnia eingetaucht, und die ganze Atmosphäre machte es so magisch.
Während ich in meiner Höhle am Lesen war, hörte ich draußen oft den Sturm, Leute liefen ein und aus, und man hörte die Nachbarn schnarchen. Doch ich war ganz in meiner Welt, und das Ganze war Teil davon.
Und jetzt erzähle ich euch noch ein Geheimnis. Im Schlafbereich durfte man nichts essen, doch ich habe immer wieder etwas gesnackt. Deshalb war ich jedes Mal ein bisschen nervös, wenn Leute nachts ein und aus liefen, ob sie das mitbekommen – und das machte das Lesen auch noch etwas spannender.
🌺 Das hawaiianische Hundelokal
Wir gingen dann in das kleine Restaurant neben der Jugendherberge frühstücken.
Das Restaurant war hawaiianisch eingerichtet und gleichzeitig auch ein Hundelokal. Ich fand, es sah so spannend aus, denn direkt daneben war die kalte See. Es war richtig kalt und es regnete viel, und währenddessen spielte sich dort drinnen eine ganz eigene Welt ab.


Als wir draußen an einem Kotatsu-Heiztisch saßen, der uns wärmte, und wir das Rauschen der Wellen hören konnten, stellte ich mir vor, wie die Leute wohl im Sommer hierherkommen, um Urlaub zu machen, und wie das Restaurant dann noch einmal ganz anders in die Landschaft hineinpasst und welche Erinnerungen die Familien dort sammeln.


Und es hat auch seinen ganz eigenen Charme, das in dieser kalten Zeit sehen zu dürfen.
Die meisten Gäste, die dort waren, brachten auch Hunde mit, und die Hunde saßen dann wirklich neben ihnen am Tisch und bekamen sogar eigene Hundespeisen.
⚽️ Projekte und Pausen
Nach dem Essen machte ich mich an ein Projekt. Und zwar war ich dabei, meine neue Website schon einmal im Fundament aufzubauen, sodass ich, wenn ich nach Hause komme, die groben Steine dafür bereits gelegt habe. Das war mein Projekt für diese Woche.
Und eine Sache, die ich in dieser Zeit noch einmal verinnerlichen durfte, ist, mir Pausen zu erlauben. Ich habe mich nach dem Frühstück drangesetzt und am Abend habe ich gesagt: Okay, jetzt gehe ich Abendessen und danach mache ich Feierabend. Und das war etwas, dass ich damals nicht konnte.
Während der Zeit vor unserer Abreise habe ich mich intensiv mit meiner Arbeit beschäftigt, oft von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht hinein, ohne mir genügend Pausen zu gönnen. Dies kam aus dem ständigen Gefühl der Unzulänglichkeit. Meine Vision erschien mir überwältigend und ich war mir unsicher, wie ich diese erreichen sollte.
Deshalb handelte ich häufig impulsiv und unter Druck, angetrieben von der Angst, meine Ziele nicht zu erreichen, was zu Erschöpfung führte.
Und in dieser Woche habe ich noch einmal gemerkt, wie kraftvoll es langfristig ist, wenn man auf seine Energie achtet. Zu sagen: Ich gehe jetzt Abendessen und danach lese ich mein Buch weiter und mache nicht noch mehr Arbeit, auch wenn ich es könnte.
Gerade das Reisen hat mir das beigebracht. Als Erwin und ich gestartet sind, wollte ich am Anfang genauso reisen wie ich gearbeitet habe, alles sofort erledigen und von einem zum anderen Ort gehen. Doch das Reisen hat mir gezeigt, dass es Geduld braucht und Pausen essenziell sind, um langfristig weiterzukommen.
Es geht nicht darum an einem Tag das ganze Ziel erreicht zu haben, sondern die nächsten Schritt in die richtige Richtung zu gehen und dabei auch den Weg zu genießen. Und natürlich gibt es intensivere und entspanntere Zeiten, doch genau deshalb ist die Balance auch so wichtig.
Ich habe mich dadurch auch wieder daran erinnert, dass ich nicht alles auf einmal schaffen muss. Dass ich dem Weg vertrauen darf.
Dass ich auf dem Weg meiner Vision Schritt für Schritt gehen darf – wie auf einer Wanderung – und darauf vertraue, dass mir unterwegs genau das begegnet, was ich brauche.


🧧 Ein besonderes Menü
Und so bin ich am Abend mit Erwin essen gegangen. Wir fuhren mit dem Fahrrad zum Lokal und diesmal hatten wir sogar eines in der richtigen Größe. Das Restaurant war eigentlich wie eine kleine Wohnzimmerküche für vielleicht fünf Leute und es war Teil vom Haus der Köchin.
Als wir reinkamen, war sie gerade noch im Wohnzimmer am fernsehen, aber sie hat sich dann den Mantel angezogen und etwas für uns gekocht. Es hat etwas gebraucht, bis wir ihr erklärt hatten, dass sie uns einfach etwas machen soll, da wir die Speisekarte nicht übersetzen konnten, weil die Schriftzeichen so schwierig geschrieben waren, dass selbst der Übersetzer nicht mitspielte.
Und dann hat sie uns etwas gemacht – und zwar unglaublich viel. Ich glaube, sie hat uns etwa zwanzig Teller gebracht. Alles Mögliche, und es war alles unglaublich lecker.
Wenn ein Teller leer war, kam schon der nächste, während im Fernseher Sumo-Wrestling lief. Es war wirklich ein besonderer Abend.


🖼️ Hinein in eine andere Welt
Danach bin ich wieder in meine kleine Höhle verschwunden und habe weiter Narnia gelesen. Falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt, kann ich es euch wirklich von Herzen empfehlen. Ich hatte so eine wunderschöne Zeit damit. Ich habe es in dieser Zeit fertig gelesen und besonders der letzte Teil hat mich einfach umgehauen! ❤️
🛁 Ab ins kalte Nass
Am nächsten Morgen gingen Erwin und ich draußen am Feld Ball spielen. Das wurde unser kleines Ritual für diese Woche.
Manchmal kam sogar die Sonne raus, aber es war trotzdem richtig kalt, auch drinnen. Der einzige warme Ort war das Schlafzimmer, sonst war es überall kalt.
Und ich habe mich eine Zeit lang davor gedrückt, duschen zu gehen, einfach weil der Weg vom Schlafzimmer zum Bad und wieder zurück so weit und kalt war. Doch irgendwann habe ich mich überwunden und bin duschen gegangen.
Zuerst habe ich draußen unsere Wäsche gewaschen, und dort habe ich etwas entdeckt: eine Badelandschaft mit einem Saunabereich und einem Gemeinschaftsbad.
Es war etwas versteckt, und sonst war niemand dort. Ich habe es richtig genossen, mich dort aufzuwärmen, und danach bin ich schnell über den kalten Gang zurück ins Schlafzimmer geflitzt.
🌊 Magische Abende am See
Am Abend bin ich dann alleine los, weil Erwin keine Lust auf die Kälte hatte. Es war ein stürmischer Abend, und ich habe Musik gehört – ein Lied, das mich in dieser Zeit sehr begleitet hat: Oceans von Hillsong United. Damit bin ich dann zum Abendessen gelaufen, während der Wind wild wehte.
Ich kam dann in einem kleinen Ramenlokal an, wo man seine Ramen am Automaten bestellen konnte und sie frisch zubereitet wurden. Der Koch war unglaublich lieb und hat mir immer wieder kleine Zugaben geschenkt.
In den nächsten Tagen bin ich oft dorthin gegangen. Und nach dem Essen bin ich immer noch zum See gegangen, habe mich auf den Boden gelegt, die Sterne angeschaut und Musik gehört. Auch wenn es kalt war, es war wunderschön.


🎨 Kleine Geschenke
Am nächsten Tag kam mir die Idee, dem Koch aus dem Ramenlokal ein Bild zu malen. Im Gemeinschaftsraum malte ich dann mit Filzstiften und Glitzer meine Lieblingsramen und am Abend konnte ich es ihm schon schenken.


Dann kam unser letzter Tag in der Jugendherberge, und ich hatte die Idee, auch für die Sky School ein Bild zu malen. Ich hatte nicht mehr viel Zeit, aber ich begann einfach, mit Filzstiften meine Idee aufs Papier zu bringen.
Und ehrlich gesagt: In der Mitte dachte ich mir: Oh je, das wird nichts. Es sah komisch aus, und ich wusste nicht, wie ich das noch retten soll.
Doch dann erinnerte ich mich an etwas, das ich mir selbst oft in solchen Momenten sage: Mach weiter, es könnte noch das beste Werk werden, das du je gemalt hast. Nicht weil es perfekt werden muss, sondern weil es darum geht, weiterzumachen, wenn das Herz ruft.
Und das hat etwas in mir verändert. Ich habe weitergemacht, mit Glitzer, mit Freude, und plötzlich wurde aus diesem Bild etwas richtig Schönes. Ein kleiner Schatz.


☀️ Abschied von Ōtsu
Am nächsten Morgen gingen wir noch einmal im hawaiianischen Café frühstücken.
Wir saßen wieder draußen am Heiztisch, eingepackt in eine Decke, und ich lauschte dem Wellenrauschen, während ich einen Cappuccino trank. Es war ein wunderschöner Abschluss.
Auf dem Weg nach Osaka machten wir noch einen kurzen Stopp in Ōtsu in einem Café und brachten Sanae das fertige Kunstwerk, das ich am Vortag gemalt hatte. Sie hat sich so gefreut und gab uns kleine Geschenke mit auf den Weg.


🌆 Ankommen in Osaka
Und dann ging es endlich los nach Osaka. Als wir ankamen, waren wir schon mal richtig froh, weil wir diesmal wieder eine ganze Wohnung für uns hatten. Das war richtig schön und ich machte mich dann gleich auf und erkundete etwas die Stadt.
Und was mir dann schon gleich auffiel, ist, wie unglaublich ruhig und gepflegt es hier ist. Obwohl es eine Großstadt ist, ist es so entspannt hier. Und zwischen all den großen Hochhäusern findet man auch immer wieder kleine Läden oder kleine Wohnungen, die einfach Blumentöpfe draußen stehen haben, oder die schönen Parks, die hier überall zwischen den ganzen Hochhäusern sind, wo man die Vögel zwitschern hört und die Blumen blühen sieht.




Die Erkenntnis im Park
Am nächsten Morgen wollte ich mich gerade auf den Weg in den Park machen, als ich bemerkte, wie meine Laune runterging, und mir fiel auf, dass ich mir gerade eine Geschichte erzählt hatte. Eine Geschichte aus weiter Ferne, über eine Sorge von mir, die womöglich irgendwann eintreffen könnte.
Doch dann fragte ich mich: Ist das gerade wirklich wahr? Und die Antwort auf diese Frage war: nein.
Ich ging also nach draußen und nach dem Frühstück in den Park spazieren. Beim Spaziergang wurde mir etwas klar, es fiel mir wie Schuppen von den Augen.
Mir wurde nochmals klar, dass ein starkes Fundament auf dem Weg entsteht, während man ihn geht, und wenn man wirklich hinsieht. Denn ich habe mich schon viele Jahre mit dem Thema Neuroplastizität und Gedankentransformation auseinandergesetzt, habe sogar meine Diplomarbeit dem Thema gewidmet, aber mir ist erst jetzt dieser bedeutende Aspekt bewusst geworden.
In Nara habe ich mir Sorgen gemacht. Darüber, dass ich meine Freiheit verlieren könnte, und habe versucht, dafür eine Lösung zu finden.
Dabei habe ich etwas nicht gesehen. Denn während ich so Angst hatte, meine Freiheit durch mögliche zukünftige Ereignisse zu verlieren, habe ich sie mir selbst genommen, in diesem Moment.
Denn die Angst war ein Signal, doch ich habe das Signal nicht bemerkt und die Geschichte deshalb als meine Wahrheit betrachtet. Und weil ich das Problem in der Geschichte lösen wollte, versuchte ich in meinem Kopf, die Geschichte fertig zu spinnen und darin alle Antworten zu finden, während das, was vor mir lag, an mir vorbeilief.
Ist es nicht gerade das Schöne am Leben, dass wir nie genau wissen, was uns erwartet? Dass wir immer wieder aufs Neue überrascht werden können?
Nicht dann, wenn man von der Angst vor dem Unbekannten überwältigt wird und seine Sicherheit ausschließlich in der Kontrolle suchen möchte.
Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, uns sicher zu halten und uns vor unbekannten und potenziell gefährlichen Situationen zu schützen. Es priorisiert unser Überleben, wobei das Streben nach Glücklichsein erst an zweiter Stelle steht.
Dass unser Gehirn das tut, ist erst einmal auch gut, denn es ist ein uralter, in uns verankerter Instinkt, der uns schützt. Doch wenn wir nur auf unseren Verstand hören und dort alle Lösungen suchen, ist uns nicht gut geraten.
Denn so entsteht die Angst vor der eigentlichen Angst.
Unsere eigentlichen Ängste sind per se nichts Schlechtes. Sie weisen uns sogar auf etwas hin. Ich habe bei diesem Spaziergang für mich realisiert, dass meine Ängste mir in dem Moment aufzeigten, dass ich mich vom Vertrauen entfernt habe.
Davor war ich so beschäftigt damit, zu kontrollieren und zu planen, dass ich vergessen habe, dem heutigen Tag zu vertrauen. Ich war so beschäftigt mit dem Morgen, dass ich vergessen habe, das Heute zu leben und wirklich hinzusehen.
Denn als ich in den Park lief, fiel mir nichts Besonderes auf, doch als ich ihn verließ, bemerkte ich, wie die Blumen blühen und die Schmetterlinge um sie tanzen.


„Sorge dich nicht um morgen, denn das Morgen wird für sich selbst sorgen.“ (sinngemäß nach Matthäus 6,34)
🌱 Das Heute reicht
Und ich glaube, es ist genau das: die Kraft im Heute zu finden und dem Morgen hoffnungsvoll zu begegnen.
Das heißt nicht, dass wir nicht lernen, planen und scharf denken sollen, sondern dass wir uns immer wieder dazu entscheiden, unseren Fokus auf das Gute zu legen.
Und genau hier fängt es an: bei unserem Fokus. Worauf achten wir? Wenn Ängste einfach ablaufen wie ein Kinofilm, können wir wenig dagegen tun.
Doch wenn wir uns bewusst machen, dass ein Film läuft, können wir die Entscheidung treffen, den Film auf Pause zu drücken. Und dann können wir entscheiden, ob wir den Kinosaal verlassen und zurück ins echte Leben treten wollen.
Ich habe mich im Park dazu entschieden, dass ich diese Geschichten nicht wieder und wieder abspielen will, sondern mich für einen neuen Weg entscheiden möchte. Und mit dieser Entscheidung kam auch die Erleichterung.
Und ich weiß, dass dieser Weg Zeit braucht, denn diese Entscheidung trifft man Tag für Tag wieder.
🗺️ Neue Wege stampfen
Am Anfang ist es schwierig, den neuen Weg zu gehen, denn der alte Weg ist wie eine Autobahn und der neue Weg wie ein Trampelpfad.
Denn Wege, die wir schon oft gegangen sind, sind breit, und wir kennen sie so gut, dass wir automatisch darauf gehen.
Die Trampelpfade hingegen sind noch unbetreten, mit Lianen bewachsen, die man wegschneiden muss, und alles darauf ist neu.
Doch irgendwann, wenn man ihn wieder und wieder geht, wird er zu einem breiten Pfad, und die Autobahn verwuchert.
🧬 Gedanken Transformieren
Mich würde sehr interessieren, ob solche Gedanken und Themen bei euch in Resonanz gehen.
Es hilft mir, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ich meine Geschichten gestalten darf und wie viel Raum ich solchen Themen geben soll.
🌃 Shinsekai & Dotonbori
An einem Tag machten Erwin und ich einen Ausflug in die Altstadt von Osaka, nach Shinsekai. Damals, als man Shinsekai baute, sollte es zu einem Zukunftsviertel werden. Doch wirtschaftlich ging das nicht auf, und das Viertel blieb stehen, weshalb es sich heute wie ein Besuch in die Vergangenheit Japans anfühlt. Dort entdeckten wir auch gleich das Wahrzeichen dieses Ortes, den Tsūtenkaku.


Und als wir weiterliefen, entdeckten wir die Essenz Japans in nur ein paar Schritten. Denn auf einen Schlag wurde alles bunt, voller Farben, Lichter und Gerüche. Wir liefen innerhalb weniger Minuten vom Retro-Viertel hinein in eines der belebtesten Viertel Osakas. Der Kontrast war unfassbar. Auf einmal waren wir umgeben von riesigen Menschenmengen, überall gab es Essen und riesige Attraktionen.




Und was mich wieder so erstaunte: Man würde meinen, diese Streetfood-Meile wurde für Touristen errichtet, doch falsch gedacht. Es ist ein richtiger Treffpunkt auch für die Einheimischen, und wir sahen viele Männer in Anzügen, die nach der Arbeit hierherkamen, um gemeinsam zu essen.
🏯 Das Schloss und die Kinder
Am nächsten Tag habe ich mir das Schloss in Osaka angesehen. Ich war mir mit der U-Bahn-Station dort nicht ganz sicher, also bin ich gemütlich zwei Stunden durch die Stadt geschlendert, bevor ich es dann endlich erreicht habe.


Als ich dort ankam, kamen immer wieder Gruppen von Kindern zu mir und stellten mir Fragen. Es war wie eine kleine Quizshow.
Zuerst verstand ich nicht, was da passierte, doch dann erklärte mir ein Kind, dass sie mit der Schule hier sind um mit den Leuten Englisch zu sprechen. Und da machte ich natürlich gerne mit. Und ich bekam sogar kleine gefaltete Origamis als Preis.


🎨 Ein magischer Traum
Am selben Abend ist bei mir ein Stein ins Rollen gekommen. In den letzten Tagen hatte ich immer wieder einen Traum, erst sanft, doch er wurde immer klarer.
Zuerst hatte ich einen Traum von einem meditativen Bild mit den Fude-Pinseln. Als ich aufwachte, hatte ich keine Ahnung, wie ich dieses Bild realisieren könnte, doch ich war neugierig geworden. Also kramte ich meine Tintengläser aus dem Rucksack, die schon so lange darin lagen.
Dann ging ich zu meinen Malsachen. Das Erste, was ich gemacht habe, war, sie wieder zu putzen, denn auf der Reise ist einiges ausgelaufen und alles war voll mit Farbe.
Danach habe ich mich hingesetzt, ein Papier genommen, die Tinte vorbereitet und mir Zeit gelassen. Ich habe nichts überdacht, sondern einfach ruhig ausgewählt und dann begonnen zu malen.


Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage: Es hat eine ganz neue Welt geöffnet. Es war, als hätte eine Maschine lange nicht richtig funktioniert und plötzlich wurde sie an der richtigen Stelle leicht justiert und lief wieder.
Ich habe auf der Reise immer wieder gemalt, und die Projekte hatten auch immer Bedeutung für mich, aber es war nicht so wie zu Hause, wo ich einen Raum hatte, in dem ich wirklich kreieren konnte.
Ich fand davor einfach nicht den richtigen Ausdruck und die richtige Handhabung, um unterwegs malen zu können. Doch die Inspiration kam genau zum richtigen Zeitpunkt.
Und als ich dabei war, das Bild zu malen, entdeckte ich etwas: Meine Tinten waren die ganze Zeit über zweifarbig, und durch den Effekt, den sie hervorbrachten, entstand genau das Bild aus meinem Traum.
🌿 Eine Mission im Farbladen
Am nächsten Morgen hatte ich eine Mission. Ich bin losgegangen zu einem Kunstladen, um ein kleines Sketchbook zu kaufen, das ich überallhin mitnehmen kann, und durch den neugewonnenen Stil können darin lauter neue Bilder entstehen.
Als als ich dort ankam, war ich so begeistert – dieser Laden hatte alles, wovon ich nur träumen konnte.


Danach bin ich frühstücken gegangen, in mein kleines Café. Ich habe dann auch mein Sketchbook rausgeholt und begonnen zu malen. Es war einfach so schön, denn ich bin nicht einfach in meine Welt abgetaucht, sondern konnte gleichzeitig einfangen, was rund um mich passiert, und daraus etwas Neues kreieren.


Ich habe ja bereits gesagt, dass ich Osaka sehr gerne mag, weil diese Stadt überall kleine Details hat.
Und dank meines Sketchbooks kann ich all diese kleinen Geschichten und Details, die ich sehe und erlebe, jetzt so gut festhalten und daraus neuen kreeiren.
Und etwas, das mir dadurch noch einmal bewusst geworden ist: Was mich am Malen wirklich fasziniert, ist das Nichtwissen. Diese Neugier darauf, was sich zeigen wird, welche Geschichte entsteht und wie das Licht darin spricht.
Und genau diese Neugier findet in diesem kleinen Sketchbook so viel Raum.
Dafür bin ich so unglaublich dankbar.


🚏 Kleine Momente
Ein paar dieser kleinen Momente in dieser großen Stadt möchte ich hier gerne mit euch teilen. Zum Beispiel ein Haus, an dem ich immer vorbeikomme. Es sieht verlassen aus, die Blumen sind verwachsen, teilweise schon lange verdorrt. Im Großen und Ganzen wirkt es eher verwahrlost. Doch in dem kleinen Blumenbeet liegen Muscheln mit Perlmutt, die im Licht glitzern. Und ich finde es so schön zu sehen, wie ihre Schönheit dort durchstrahlt und daraus etwas ganz Eigenes entsteht.
Oder die kleine Bäckerei neben uns. Ein ganz kleiner Laden, in dem ein Bäcker und eine Bäckerin arbeiten. Sie formen kleine Teigbällchen und legen sie draußen auf ein Brett, damit sie gehen können, während neben ihnen der ganze Verkehr vorbeizieht. Und immer wieder kommen Menschen vorbei und holen sich das fertige Gebäck.


Oder ein kleiner Laden zwischen all den Hochhäusern, der morgens einfach einen Tisch nach draußen stellt und Kaffee macht. Dort bleiben Menschen stehen, wechseln ein paar Worte, bevor sie in ihren Tag starten. Und es fühlt sich so leicht an, während es über ihnen zwanzig Stockwerke nach oben ragt.
Oder die Go-Karts, die durch die Stadt fahren. Die Frauen in den Kimonos. Die hohen Gebäude, an denen auf einer Fensterbank ein kleiner Blumentopf steht.
All diese kleinen Dinge, die mir zeigen, wie schön das Leben ist. 🧡✨


Meine nächsten Tage waren dann gefüllt mit Malen, die Stadt erkunden und all die Gedanken und Inspirationen festzuhalten, die dabei entstehen durften.
🏠 Erwin und ein kleiner Ausflug
Erwin war in diesen zwei Wochen eher eine Hausmaus. Er war viel zu Hause, hat seine Übungen gemacht, Videos geschaut und auch immer wieder für uns gekocht.👨🏻🍳
Denn er hatte nicht mehr wirklich Lust auf Japan und die Stadt. Er sehnte sich sehr nach der Sonne und freute sich schon riesig darauf, in Bali wieder Moped zu fahren.
Doch einmal habe ich ihn mit nach draußen bekommen.
Wir entdeckten dann ein großes Einkaufszentrum, das mir unglaublich gut gefallen hat, weil überall Bäume gepflanzt waren. Es war offen, hell und hatte eine ganz besondere Atmosphäre. Und es erinnerte mich an ein Bild, das ich einmal gemalt habe.


🌮 Das Restaurant und ein besonderer Moment
Am Abend entdeckten wir dann ein richtig besonderes Restaurant. Schon von außen wirkte es anders – bunt, lebendig, voller Bilder und alter Gegenstände, die überall ihren Platz gefunden hatten. Drinnen fühlte es sich fast an wie eine eigene kleine Welt.


Und das Essen… ich habe noch nie so gute Tacos gegessen wie dort. Wirklich nicht. Und die Menschen waren so herzlich, dass man sich sofort willkommen fühlte.
Irgendwann brachte man uns sogar einen traditionellen japanischen Schnaps aufs Haus. Er heißt Habushu. Und das Besondere daran ist, dass darin tatsächlich eine Schlange eingelegt ist. Ein Getränk aus Okinawa – und ich war so begeistert, denn dieses Erlebnis ist ein absoluter Reiseschatz für mich. Doch damit nicht genug.
Nach dem Essen kam die Kellnerin zu uns und bedeutete uns, ihr zu folgen. Sie führte uns zu einer unscheinbaren Tür, die wir vorher gar nicht bemerkt hatten… und dahinter verbarg sich tatsächlich ein Kinosaal.


🛩️ Abschluss und Weiterreise
Das war dann auch unser Abschluss in Japan. Denn am nächsten Tag ging es für uns weiter nach Bali.
Wir haben zwei Monate hier verbracht. Und wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, war sie für mich unglaublich transformierend. Ich habe so viel gelernt und so viel erlebt. Diese Zeit war ein riesiges Geschenk, und ich bin einfach nur dankbar dafür.
Und was Erwin betrifft, er ist so froh, dass es weiter geht!


Wir freuen uns schon riesig auf die Zeit, die nun kommt. Denn wisst ihr, wegen Bali begann unsere Reise erst. Als ich meine Matura machte, träumte ich davon, nach der Schule reisen zu gehen. Es war damals noch so ein ferner Gedanke, mehr ein Gefühl als ein Plan.
Als ich Erwin kennenlernte, erzählte ich ihm von diesem Traum, und er fragte gleich, ob er mitkommen kann. So wurde mit der Zeit aus diesem Traum ein gemeinsames Ziel, das wir jetzt leben dürfen.
Und jetzt sind wir schon seit mehr als einem halben Jahr gemeinsam auf Reisen, und ich bin so dankbar für diese Erfahrung und gleichzeitig so gespannt auf das, was noch kommt. Und ich freue mich riesig, euch dahin mitzunehmen. 🧡
Danke, dass du hier bist.
Wenn du etwas für dich mitnehmen konntest, ist das ein Geschenk für mich. Ich freue mich auf alles, was kommt – auf unsere Gedanken, Begegnungen, Abenteuer. Ich sende dir eine Umarmung und ganz viel Liebe.
Von Herzen, Eure Fiona 🧡🌿
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lass gerne einen Kommentar da oder schreib mir, wenn du Gedanken zu diesem Brief hast. Und wenn du lieber still mitlesen möchtest, ist das auch gut, denn ich spüre dich im Herzen. 🧡🌿
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